Normen und Messprotokolle

Die Glaubwürdigkeit von Eco-Rating basiert auf der Nutzung international anerkannter Messprotokolle, um die Objektivität und Vergleichbarkeit unserer ökologischen Bewertungen zu gewährleisten.

ISO (Internationale Organisation für Normung)

ISO-Normen sind weltweite Referenzen, die Spezifikationen für Produkte, Dienstleistungen und Systeme bereitstellen und so Qualität, Sicherheit und Effizienz gewährleisten.

ISO 14040/14044 (Ökobilanzierung - LCA)

Diese Normen sind grundlegend für die Bewertung von **Produkten**. Sie definieren die Methodik zur Quantifizierung von Umweltauswirkungen über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts (von der Rohstoffgewinnung bis zum Ende der Lebensdauer). Die Anwendung dieser Normen garantiert eine vollständige und objektive Bewertung.

GHG Protocol (Greenhouse Gas Protocol)

Das GHG Protocol ist der weltweit am häufigsten genutzte Standard zur Messung, Verwaltung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen (THG) aus privaten oder öffentlichen Betrieben.

Die drei Scopes (THG-Emissionen)

Es ist essenziell für die Bewertung von Unternehmen (Säule P1: Klima), da es die Kategorisierung von Emissionen in drei "Scopes" vorschreibt:

  • Scope 1: Direkte Emissionen (z. B. Verbrennung in Fabriken, firmeneigene Fahrzeuge).
  • Scope 2: Indirekte energiebezogene Emissionen (zugekaufter Strom, Wärme, Dampf).
  • Scope 3: Sonstige indirekte Emissionen (am schwierigsten zu messen, stammen aus der Wertschöpfungskette: Einkäufe, vor- und nachgelagerter Transport, Nutzung verkaufter Produkte usw.).

Die Anforderung von Ecorating nach einer vollständigen Messung von Scope 3 stellt eine ehrliche Bewertung des tatsächlichen Klimafußabdrucks eines Unternehmens sicher.

Zusammenfassung des Pariser Abkommens

Das Pariser Abkommen ist ein rechtsverbindlicher internationaler Vertrag zum Klimawandel, der 2015 von 196 Vertragsparteien auf der COP21 verabschiedet wurde.

Hauptziel

Das zentrale Ziel ist es, den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur deutlich unter 2°C gegenüber vorindustriellen Werten zu halten und Anstrengungen zu unternehmen, um den Temperaturanstieg auf 1,5°C zu begrenzen.

Funktionsweise und Ecorating-Kriterien

  • National festgelegte Beiträge (NDCs): Jedes Unterzeichnerland ist verpflichtet, eigene nationale Ziele zur Emissionsreduzierung und Anpassung festzulegen und zu kommunizieren. Diese NDCs müssen alle fünf Jahre überprüft und gesteigert werden (Prinzip der steigenden Ambition).
  • Anpassung: Der Vertrag zielt auch darauf ab, die Fähigkeit der Länder zu stärken, mit den Auswirkungen des Klimawandels umzugehen.
  • Finanzierung: Er verpflichtet Industrieländer dazu, Entwicklungsländer finanziell bei ihren Bemühungen zur Minderung und Anpassung zu unterstützen.

Für die Bewertung von Ländern durch Ecorating (Säule P1) ist die Einhaltung der in den NDCs eingegangenen Verpflichtungen ein wesentliches Bewertungskriterium.

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